Gunglhos_alleEndspurt zu den Gunglhosabenden 2018

Jetzt geht es in die Vollen. Noch genau eine Woche bis zum ersten Gunglhos. Die Abende sind bis auf wenige Einzelkarten ausverkauft. Mittlerweile ein unglaublicher Run auf die Karten. Der Fasching 2018 ist kurz. Nein er ist genauso lang wie jedes Jahr, nur fängt er extrem früh an. Viele der Aktiven haben noch bis letztes Wochenende beim Hoftheater am Bullachberg gespielt und sind schon seit einiger Zeit zweigleisig gefahren. Im Hoftheater auf der Bühne, nebenbei schon für das Schlossballett trainiert, Texte für die Sketche gelernt oder den Auftritt mit dem Hofstaat geübt. Am Donnerstag war die erste Hauptprobe, natürlich genauso chaotisch wie jedes Jahr. Ein heilloses Durcheinander. Die Texte sitzen noch nicht, auf der Bühne wurde nebenzu gebaut, geschraubt und an Ton, Licht und Requisiten gewerkelt.  Die Mikros passen auch noch nicht exakt, die dazu gehörenden Batterien bzw. Akkus sind nicht auffindbar, die Hoforden kommen erst zum 2. Gunglhos usw. usw. Die Räte drehen fast durch, trotzdem macht sich im Endspurt in all diesem Wahnsinn auch Gelassenheit breit, da wir doch wissen, dass es schon irgendwie funktionieren wird. What`s ups  und E-Mails rauschen teilweise völlig unkontrolliert durch die verschiedenen Gruppen, die Paketboten rennen sich die Hacken ab und unser Tontechniker dreht komplett am Rad. Toll, sagenhaft, alle kurz vor dem Wahnsinn, so mögen wir das doch. Nur unter Druck laufen wir zur Hochform auf.
Alle sind auch sehr kritikfähig.  Jeder nimmt Ratschläge an, ohne sich auf den Schlips getreten zu fühlen. Das ist ein wunderschönes Miteinander und auch viel „künstlerischer“ Respekt zueinander. Wir sitzen im gleichen Boot und haben das gleiche Ziel: Enormen Spaß, ein gutes Programm und mit schönen Abenden dem Publikum Lebensfreude zu bereiten.

Auch das Prinzenpaar und der Hofstaat sind mehr als strukturiert. Sie haben alles im Griff. Sie sprühen nur so vor Ideen, die leider nicht immer umsetzbar sind.  Der Hofstaat ist bunt gemischt. Gott sei Dank sind ehemalige Prinzen dabei, die Ruhe bewahren und das Ganze sehr relaxed und cool am Laufen halten.

Nun, in der kommenden Woche geht es noch einmal richtig zur Sache. Am Montag Lichtprobe, am Dienstag 2. Hauptprobe und am Donnerstag Generalprobe.  Zwischendrin geben sich die Aktiven im Schlossbrauhaus die Klinke in die Hand und kämpfen um die Probenplätze auf der Bühne.

Ach ja, mein Kostüm steht noch nicht ganz. Ich rase durch die Stadt, in gutem Willen den heimischen Einzelhandel zu unterstützen. Gelingt nicht wirklich, daher ist Amazon prime momentan mein bester Freund um Schmuck, Handschuhe, Gold, Federn oder sonstiges zu organisieren. Habe heute einen Lippenstift gekauft, der hält mit einmal auftragen bis wahrscheinlich Aschermittwoch. Was für ein Highlight. Text lernen ist auch noch angesagt. Chaos pur, aber macht euch keine Sorgen, wir kriegen das alles hin.

11.11.2017  Ah-soo…

Am Samstag, den 11.11.2017 durften wir Ihre Lieblichkeit Prinzessin Isabella I. und Seine Tollität Prinz Domenico I. als neues Prinzenpaar der Faschingssaison 2017/2018 begrüßen. Beide sind hochmotiviert, das macht richtig Spaß.  Der 11.11.2017 wurde ordentlich gefeiert, der Keller im Schneiderhanser war g`nagelt voll und es war Party bis in den frühen Morgen. Ich glaube das gab es noch nie, dass die Namen des neuen Paares wirklich geheim gehalten wurden bis zur letzten Minute. Dome hat noch fleißig in der Pizzeria Da Pietro  bis ca. 20:30 Uhr bedient,  um auch ja keinen Verdacht a10ufkommen zu lassen.
Keiner wusste dieses Jahr, selbst 80% der Elferräte nicht, wer das Prinzenpaar 2017/2018 wird. So war der Andrang im Schneiderhanser groß. Zusätzliche Tische wurden herein geschleppt, die Bedienungen liefen sich die Hacken ab und die Jugend war enorm gut vertreten.  Natürlich war im Vorfeld die Gerüchteküche am Laufen und es gab mehr als haarsträubende Spekulationen.  Ich erfuhr erst im Nachhinein wer da alles so gehandelt wurde. Unglaublich, Weltklasse!

Das Wetter war nicht so der Wahnsinn am 11.11.2017 trotzdem haben unsere Elferräte Steffi und Pia pünktlich um 11:11 Uhr den Fasching aus dem Fenster des Bürgermeisterbüros im Rathaus Schwangau eingeläutet und lautstark verkündet, so gut es ging. Es gibt nun schon Überlegungen, dies nächstes Jahr über Megaphon oder gleich über eine Beschallungsanlage dem Dorf kund zu tun.

Das Weißwurstfrühstück im Rathaus hat nun schon Tradition. BGM Stefan Rinke öffnete die Türen zu seinen heiligen Hallen und auch  Johann Gschwill , Bürgermeister der Gemeinde Halblech ließ es sich nicht nehmen, Semmel und Brezen vorbei zu bringen, um mit den Schwogar Fasnachtern den Fasching zu eröffnen. Kein Wunder, der „Hansi“ war immerhin vier Jahre Präsident des Faschingsvereins Schwangau und 1996 auch Prinz. Er fühlt sich immer noch sehr verbunden, zudem hatte er am 11.11. auch noch Geburtstag. Er muß ein wahrer Narr sein…

Unsere zwei Elferrätinnen Steffi und Pia zogen den ganzen Nachmittag einläutend und immer wieder mit einem dreifachen Ah-soo durch das Dorf. Fasnacht isch! Die Wirte konnten nicht aus und empfingen unseEröffnung_Rathausre Rätinnen sehr freundlich. Pia und Steffi wurden überall gut verpflegt,  in welcher Form auch immer.

Um 20:11 Uhr ging es dann im Schneiderhanser aber zu Sache. Roland Kurz spielte auf und so langsam kam die Gesellschaft in die Gänge. Nun, so richtig ist im November noch niemand in Faschingslaune, auch wir Elferräte brauchen da ein bisschen. Wir sind zwar in unserer Uniform  und sobald wir die anziehen ist jeder auf Fasching fokussiert. Oberstes Gebot, den Elferrats- Orden nicht vergessen! Aber wie gesagt, noch nicht jeder in Faschingslaune. Unser 1. Präsident Peter Reinelt weiß das und  ist daher mit Argusaugen unterwegs. Wenn einer den Orden vergisst, braucht der Peter gar nichts zu sagen, er schaut nur auf die Stelle wo der Orden sein sollte. Ist er da nicht, geht ein Grinsen über Peters Gesicht und er freut sich auf den Schnaps mit den Räten. Natürlich bezahlt den der Ordensschlamper sofort an der Bar. So sind die Regeln.

Bis 21:30 Uhr mussten schon alle ausharren. Aber dann, mit den ersten lautstarken Tönen der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskapelle waren alle wieder auf Spur. Wie jedes Jahr, ein gewisser Automatismus.  Als wäre keine Zeit vergangen, die Flummis kannten ihren Einsatz: 56-57-58…

Die KWGK hatte Mühe, sich durch die Enge des Saales zu spielen. Zielstrebig und vor allem laut schafften sie es letztendlich nach vorne.  Im ersten Moment war ich ein bisschen irritiert. Mir fehlten hier die gewohnten Gesichter.  Nun Rudi Hahn gab dazu gleich eine Erklärung ab. Nach 40 Jahren KWGK haben sich die Gründungsmitglieder zur Ruhe gesetzt. Mit gutem Gewissen, sie wissen alle, dass es in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskapelle weiter geht, die Jugend mit großer Motivation und Respekt die Plätze der Gründungsmitglieder einnimmt und die KWGK in deren Sinn weiter spielen wird.

Nun endlich der Auftritt von Klara I. und Tobisas I. Sie machten es spannend. Es gab viele Hinweise, seitens Klara: Der Prinz ist Sohn eines Schwangauer Wirtes, die Prinzessin spielt in der Musik, trotzdem hatte Tobias keinen Plan. Das Publikum übrigens auch nicht, die Köpfte rauchten. Endlich zeigte sich das Prinezenpaar 2017/2018, jeder mit breitem Lachen.  Ihre Lieblichkeit Prinzessin Isa2bella I. und seine Tollität Prinz Domenico I. sind mit Begeisterung dabei und hochmotiviert.

Es lässt sich gut an und dieses Thema läßt Frauenherzen höher schlagen:  Die 1920/1930ger Jahre in Chicago.  Der große Gatsby, Art Deco, Gangster, coole Autos, Mafia, skurrile Geschäfte, schöne Kleider, geile Musik, ganz viel Schmuck. Luxus pur.

Nur nebenbei, die Gunglhoser sind natürlich schon seit geraumer Zeit am Machen, Texte schreiben, Tanzen, Singen, Requisiten planen usw.

Vorverkauf ist am 11. Dezember ab 8:00 Uhr morgens in der Tourist Information in Schwangau.  Reservierungen werden keine entgegen genommen, die Karten gibt es ausschließlich nur im
Direktverkauf.

Nun gesilviaht es in die Vollen…

Morgen ist das 1. Gunglhos und wir sind bis auf den letzten Platz ausverkauft. Das gab es schon lange nicht mehr, dass bereits vor dem 1. Gunglhos alle Veranstaltungen komplett ausverkauft sind. Wir haben es geschafft! Darauf haben wir die letzten
10 Jahre hin gearbeitet.  Ein bisschen Angst macht es mir aber auch, die Erwartungshaltung des Publikums ist enorm. Aber so katastrophal wie die letzten großen Proben waren kann es eigentlich nur ein toller Abend werden. Überall hackt es noch. Heute wurden noch die letzten Kulissen gestrichen, die frisch eingetroffenen Scheinwerfer müssen noch  montiert werden und auch beim Kartenverkauf ist ein bisschen der Hund drin. Ich jongliere mit den Plätzen und dank Schlossbrauhaus machen wir Unmögliches möglich.  Hoffentlich klappt das morgen mit den Einspielern bei den Garden, den Sketchen oder dem Gunglhos. Unsere Tontechniker sind aber fit und ich bin mir sicher, die kriegen das hin.  Die  WhatsApp-Gruppen überschlagen sich. Eigentlich dachte ich, dass ich dieses Jahr kaum Equipment habe und ganz locker unterwegs bin. Pusteblume! Wie habe ich mich doch getäuscht. Schon gestern zur Generalprobe bin ich mit vollem Kleidersack und einer großen Kiste angerückt. Damit nicht genug, schon wieder steht ein ganzer Korb voll in meiner Diele, daneben diverse andere Dinge, die ich morgen unbedingt dabei haben muß.  Wo ist mein sagenhafter, knallroter Super-Faschings-Lippenstift?? Ich stelle die ganze Wohnung auf den Kopf, denn in einem meiner Faschingsschminktäschchen muß der sein, hoffentlich kleben die Wimpern vom letzten Jahr noch, das Afrikakostüm muß auch noch mit, das wollte doch jemand von mir, die diversen Paar Schuhe nicht zu vergessen. Die blöden Haarnadeln müssen unbedingt mit,  damit die Perücke auch an ihrem Platz bleibt, der alte Ölschinken für unsere Kulisse usw. usw. Was noch?  Wohnung putzen, denn bis Aschermittwoch ist dann nur noch Chaos und Glitzer angesagt. Gerade eine Nachricht auf meinem Handy: „Jaaaaa, der Wahnsinn beginnt!“

 

poellat_frei

Jedes Jahr das Gleiche….  

Ja, jedes Jahr das Gleiche, die Weihnachtszeit kreuzt mit der Fasnacht. Es ist egal ob die Fasnacht lang oder kurz ist. Aber was heißt das schon? Für uns Gunglhoser ist die Fasnacht immer gleich lang. Es sind fünf Gunglhos zu spielen, dann ist Umzug in Reutte, dieses Jahr am rußigen Freitag Nachtumzug in Füssen, Samstag Umzug in Rieden, abends Feuerwehrball, Sonntag ist Faschingsumzug in Schwangau, Rosenmontag Besuch im Kindergarten und in den Banken, dann Rathaussturm in Schwangau und Vorbereitung für den Kinderfasching am Dienstag, Faschingsdienstag Rathaussturm in Füssen, Umzug in der Hopferau und Kinderfasching im Schlossbrauhaus.  Jedes Jahr das gleiche Prozedere.  Es ist auch ziemlich egal wann das erste Gunglhos ist, es konzentriert sich sowieso immer alles auf die letzten vier Wochen. Nun gut, die Plakate sind gedruckt, der Vorverkauf für die Gunglhosabende läuft seit 5. Dezember hervorragend, der Fototermin liegt souverän hinter uns und das Jubiläumsheft ist gut am Start. Aber wir sind ja in einem Jubiläumsjahr. 44 Jahre Faschingsverein Schwangau e. V. das ist was Besonderes. Das konnte man schon bei der Eröffnung des Faschings 2016/2017 am 11.11.2016 und erst recht beim Fototermin erkennen.  Trotzdem kommen alle Akteure wie in jedem Jahr nur behäbig in die Gänge. Erster Gunglhos am 28. Januar, da ist ja Zeit ohne Ende. Wir haben den 25. Dezember und so langsam treffen sich  die einzelnen Gruppen.  Nur die Gardemädels und Flummis sind schon lange voll im Training.  Dann gibt es aber plötzlich Terminüberschneidungen und auch die Weihnachtszeit macht uns einen Strich durch die Rechnung. Wenn ein Probentermin angegeben wird, kommen sofort Rückmeldungen, da kann ICH nicht, da kann aber ICH nicht usw. Jeder von uns wurschtelt so vor sich hin und besorgt zumindest schon mal Kostüme. Die Weihnachtszeit ist zweifelsohne ein Bremser.  Nein nicht unbedingt die Weihnachtszeit, jeder ist generell enorm terminiert. Wie sagte schon Karl Valentin: „Wenn die stade Zeit vorbei ist, wird es wieder ruhiger“.  So ist es wohl auch bei uns Gunglhoser. Wir warten auf die ruhige Zeit. Es wird geschoben und geschoben. So langsam kommt aber schon ein bisschen Druck auf, obwohl alles noch gemach, ist leichte Nervosität zu spüren.  Texte werden geschrieben, Klamotten besorgt, Kulissen gebaut und das Prinzenpaar bittet um eine Sitzung mit dem Elferrat. Alles wie jedes Jahr, alles ganz normal und alle sind so langsam in vorfreudigem Ausnahmezustand. Wie jedes Jahr sind wieder alle ein sagenhaftes Team und wir konzentrieren uns auf den Fasching 2017.

44 Jahre Faschingsverein Schwangau e. V. Faschingseröffnung  2016/2017

Was für ein Abend!!! Eine tolle Faschingseröffnung der Saison 2016/2017! Was für eine geniale Jubiläumsfeier zu 44 Jahre Faschingsverein Schwangau e.V. und 40 Jahre Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskapelle. Das Schlossbrauhaus war wider meiner Unkenrufe der vergangenen Monate, bis auf den letzten Platz besetzt. Von Anfang an war eine sagenhafte, fröhliche und erwartungsvolle Stimmung zu spüren. Die KWGK marschierte am Abend vom Postwirt lautstark durchs Dorf und war nach vorgegebenem Zeitplan im Schlossbrauhaus. Die Prinzengarde trug die Gardekostüme vergangener Jahre und war ein bisschen erstaunt, wie kurz die Kleider damals waren. Na ja, die sind zum großen Teil aus den 70gern und da war Mini angesagt. Mini war damals halt noch 10 cm kürzer als kurz! Die Kostüme standen den Mädels ausgesprochen gut und sie hatten ihre wahre Freude daran. Unsere neue Vorstandschaft, 1. Präsident Peter Reinelt und 2. Präsidentin Steffi Kiefer haben ihre Feuertaufe mehr als hervorragend gemeistert. Natürlich waren alle und vor allem ich enorm aufgeregt aber das gab dem Abend noch einen besonderen Kick. Warum eigentlich Ich? Ich hatte doch den einfachsten Job: NICHTS!  Ich musste nur anwesend sein und bei Ansage auf der Bühne stehen. Ungewohnt, wahrscheinlich kam da mein „permanent-zur-Stelle-sein-Kollektivdenken“ zum Tragen. Es ging ganz locker ohne mich, daran könnte ich mich gewöhnen.

Ehrungen wurden vergeben, eine neue Elferrätin wurde begrüßt und die Amtskette wurde würdevoll von unserem ausgeschiedenen 1. Präsidenten Wolfgang Heinzler an den nun amtierenden 1. Vorstand Peter Reinelt übergeben. Die Staiger-Gugga-Bätscher e. V. heizten mit ihren schrägen Tönen ordentlich ein. Wir haben uns sehr gefreut, dass die Schindauer Ratsherren unserer Einladung gefolgt sind und vollzählig im Schlossbrauhaus erschienen sind. Leise Stimmen haben mir an diesem Abend aber geflüstert, dass es bei der Faschingseröffnung der Schindau um 11:11 Uhr in ihrem  Vereinslokal Madam Plüsch, klare Anweisungen gab: „Leit  z`am`reiße heit, mir mießet heit obend no zu de Schwogar!!!“  Der Auftritt der Schindauer war sagenhaft. Sie haben eigens ein Lied für uns geschrieben, sehr einfallsreiche und rücksichtsvolle Geschenke(das Füssener Wappen im Inlett versteckt) an Peter Reinelt und Rudi Hahn übergeben.

Rudi Hahn von der KWGK hielt einen  Rückblick auf die Geschichte der Kaiser-Wilhelm und übergab Urkunden an die noch 7 Gründungsmitglieder zum Dank ihrer Treue!!!

Aber nicht nur der Elferrat und die KWGK haben dieses Fest auf die Beine gestellt. Die totale Überraschung war dann doch der Beitrag von unseren Aktiven Michael Höss und Markus Müller. Die zwei Schlossballettler haben sich gedacht: „Es sollte doch möglich sein, alle ehemaligen Prinzenpaare zu dieser Jubiläumsfeier noch einmal auf die Bühne zu bringen“.  So haben sie Listen erstellt, Adressen gesucht  und sich die Finger wund telefoniert. Für Markus Müller`s Ehefrau Ina hieß der Grundsatz: „In guten wie auch in schlechten Tagen“.

Das erste Prinzenpaar gab es 1964! Das Team Michl, Markus und Ina hat es geschafft die Prinzessin von 1965, Ida Christa zu motivieren,  an diesem Abend dabei zu sein. Sie war die erste, die unter viel Applaus auf die Bühne gerufen wurde. Viele weitere Paare sind der Einladung und auch der Bitte in ihren damaligen Kostümen zu erscheinen, gefolgt. Einige Paare haben sich im Vorfeld noch ordentlich ins Zeug gelegt um nach vielen Jahren ihr Kostüm in eine tragbare Passform zu bringen. Dem Einfallsreichtum waren hier keine Grenzen gesetzt.
Das alles lief unter der Eigeninitiative von Michl und Markus. Der Elferrat wurde zwar von den Beiden informiert aber wir hatten so viel zu tun, dass wir das lediglich am Rande zur Kenntnis genommen haben.  Es war ein sagenhaftes Erlebnis und Gänsehaut pur bei allen Räten. Ganz sicher auch bei den vielen Gästen. Unvorstellbar, wie viele ehemalige Prinzenpaare dieser Einladung gefolgt sind. Das war eine wahnsinnige Bereicherung dieses Abends.

Last but not least die Vorstellung des Prinzenpaares 2016/2017
Im Vorfeld war es ein großes Bibbern ob wir dieses Jahr überhaupt ein Prinzenpaar finden. Bis kurz vor knapp standen die Karten schlecht. Letztendlich ist es uns dann aber doch gelungen und das sogar mit großer Geheimhaltung. Ihre Lieblichkeit Prinzessin Klara I. und Seine Tollität Prinz Tobias I. waren dann doch eine große Überraschung. Es war ein schönes Fest, ein großes Danke schön an alle die dabei waren. Es war eine große Ehre für uns.

Wir bitten den Hl. Antonius…antonius

Jetzt wird  es aber mal wieder Zeit für einen Blog-Eintrag.  Drei Monate im Jahr hat der Faschingsverein Pause und dann geht es schon wieder los. Es ist Ende Oktober, ihr dürft nicht glauben, dass wir untätig waren. Der Faschingsverein hat ein Jubiläum zu feiern. 44 Jahre Faschingsverein Schwangau e. V. Für uns Elferräte ist das nicht Neues, wir sprechen schon seit  zwei Jahren darüber. Aber es ist halt wie es immer ist, es bedarf dann doch eines gewissen Druck`s um in die Gänge zu kommen.  Akut wurde im März darüber gesprochen: Wo machen wir es, wie soll es ausschauen, wer muß eingeladen werden usw. Na ja, das war halt im März. Nach dem letzten Fasching noch leicht beflügelt und halbgas  motiviert  aber auch schon ziemlich faschingsmüde.  Trotzdem wollten wir groooße Pläne für das Jubiläum schmieden, was definitiv nicht funktioniert hat. Sommerpause, BASTA!!! Keiner hatte mehr Bock auf Fasching.  Irgendwann im September traf sich der Elferrat dann doch mal und plötzlich gab es eine Flut an Arbeit und Aufgaben. Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskapelle hat ja auch 40jähriges Jubiläum. Was haben die eigentlich so vor. Mit denen muss man reden.  Na ja, die KWGK war auch noch nicht so in den Gängen, so zogen sich die Vorbereitungen. Das lag aber nicht nur an der Kaiser-Wilhelm.  Es ist wie es ist, nun ist es Ende Oktober und die Räte werden wie gewohnt ein bisschen hektisch. Mit der Kaiser-Wilhelm werden Gespräche geführt, sie zeigen sich Gott sei Dank mehr als kooperativ, ein  Programm für die Eröffnung des Faschings 2016/2017 wird erstellt, von verschiedenen Elferräten natürlich auch wieder umgeworfen,  verkürzt oder verlängert aber vor allem diskutiert. Wir sind schon sehr diskussionsfreudig, muß man hier einfach auch mal sagen. Bei der ganzen Jubiläumsvorbereitung hatten wir fast vergessen, dass wir auch ein neues Prinzenpaar brauchen. Wir waren uns wohl zu sicher, dass dies unsere leichteste Aufgabe sein sollte. Wir haben uns mehr als getäuscht!! Wir haben immer noch kein Prinzenpaar und mittlerweile verfallen wir Räte in eine enorme Panik. Es wäre fatal, wenn ausgerechnet im Jubiläumsjahr,  44 Jahre Faschingsverein Schwangau e. V.  wir kein Prinzenpaar finden.  Der Zustand im Rat ist momentan, tja wie soll ich sagen: hektisch, panisch, verzweifelt. Die Smartphones laufen heiß und die Whatsapp-Gruppen überschlagen sich.  Wir haben noch zwei Wochen und zünden mittlerweile Kerzen an und bitten zum hl. Antonius…

 

DSC_5283Im Juni ist vereinsübergreifende
Solidarität angesagt!

Wir sind ja in Schwangau, 3500 Seelen-Dorf und unsere Musikkapelle feiert 2016 vom
17. bis 19. Juni ihr großes Vereinsjubiläum. 200 Jahre Musikkapelle Schwangau und gleichzeitig sind sie Ausrichter des 31. Bezirksmusikfestes! Ein großes Wochenende wird von der Musikkapelle organisiert. Da müssen alle Vereine mit helfen, anders kann ein Verein so eine Veranstaltung nicht stemmen. Natürlich ist der Faschingsverein Schwangau da auch dabei. Die Musikanten der Musikkapelle Schwangau stehen uns auch im Fasching, sei es bei den Gunglhosabenden oder am Umzug immer zur Seite. Bei den Gunglhos ist es „Krach & Schwefel als reine Rhytmusgruppe (alles Mädels) Sie geben alles und bereichern das Gunglhos ungemein. Nicht zu vergessen die Kaiser Wilhelm Gedächtniskapelle, in der aktive Musikanten der „Musik Schwangau“ oder ehemalige, sprich Honoratioren dabei sind. Die KWGK ist berühmt, berüchtigt und reißen das Publikum von den Stühlen. Sie begleiten uns auf all unseren Umzügen und sonstigen Auftritten.

Schon im Fasching ging eine Helferliste in den Garderoben um, wer sich für was zur Verfügung stellt. Nun, beim Kuchen backen habe ich definitiv kapituliert. Ich habe mich für die Orga und den Zeichenverkauf am Umzug eingetragen. Kuchen backen geht bei mir gar nicht! Die Kuchen wollen ja verkauft werden und sollten daher auch schmecken. Ich bin so eine „gute Hausfrau“, dass ich nicht mal eine Kuchenform in meinem Haushalt mein Eigen nennen darf. Das dazu!

Nun, jedem das Seine und jeder nach seinen Fähigkeiten. Ich denke der Faschingsverein Schwangau wird die Musikkapellen nach all seinen Kräften und Möglichkeiten unterstützen, wie die „Schwogar Musik“ das auch alljährlich für den Faschingsverein macht.

Wir wünschen der Schwangauer Musikkapellen auf jeden Fall ein gutes Gelingen. Alle Infos zum 31. Bezirksmusikfest bekommt Ihr hier: http://www.musikkapelle-schwangau.de/bezirksmusikfest-2016/festprogramm.html

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Die heimlichen aber oft gnadenlosen Tücken der Gunglhosabende….

Nun sind bereits drei Gunglhos gespielt und alle Aktiven sind auf sagenhafter Betriebstemperatur. Jedes Jahr gibt es natürlich auch Neugestaltungen im Programm. So ist wohl die Ära des Hofnarren vorüber, …oder auch nicht. Das wird sich erst noch herausstellen. Programmansagen sind aber unerlässlich. Viel wurde im Vorfeld diskutiert, wie wir es anstellen. Die Lösung dieses Problems kam dann von unserem hervorragenden Hofstaat. Sie haben sich angeboten, diese Aufgabe zu übernehmen, da sie ja nur einen Auftritt haben. Selbst die, die bis dato noch nie vor Publikum gesprochen haben, meistern ihre Rolle sensationell und geben dem Programm einen ganz neuen Charme. Das Publikum ist darüber begeistert und die Resonanz ist mehr als positiv.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskapelle tritt 2016 mit neuem Kapellmeister auf. Nach 40 Jahren Abstinenz ist der Zechl Max wieder dabei. Ein Vollblutmaskerer und ein Gunglhoser der ersten Stunde. Was für eine Freude.

Dann gibt es natürlich noch die kleinen Randgeschichten im Hintergrund: Bei verschiedenen Aufführungen ist die Nebelmaschine unerlässlich. Aber wir leben im Zeitalter der BMA´s(Brandmeldeanlagen)! Natürlich sind auch im Schlossbrauhaus überall Rauchmelder. So kann es halt passieren, das bei offenem Souffleurkasten der Rauch nach unten in die Garderoben zieht, die Melder Alarm schlagen und die Schwangauer Feuerwehr in „Hab-Acht-Stellung“ geht. Diverse Feuerwehrmänner –und Frauen im Elferrat wurden leicht panisch. Aber zu spät, kurz drauf standen die Feuerwehr, der Sanka und die Polizei vor dem Brauhaus. Sehr, sehr peinlich. Unser 2. Präsident  -Feuerwehrmann mit Leib und Seele- regelte aber Gott sei Dank alles. Mit Sicherheit ist das jetzt schon Stoff für das Gunglhos 2017.

Am gleichen Abend, das war der Freitag, gab es auch noch ein Rotwein-Attentat auf die Prinzessin! Das weiße Kleid der Göttin Hera war versaut aber es gab nur dieses. Prinzessin Maria I. ließ am Samstagmorgen dann all ihre Beziehungen spielen, damit das Kleid an einem Tag durch die Reinigung ging. Hat auch funktioniert, nur die Borten waren ziemlich hinüber. Notfallprogramm: Unsere Haus –und Hofschneiderin hat den ganzen Nachmittag gezaubert um alles wieder auf die Reihe zu kriegen.
Dazwischen wurde über Whats´up ein Plan B geschmiedet. Vielleicht nochmal Feuerwehreinsatz mit Evakuierung? Bringt der Schneiderin eine Stunde mehr um das Kleid wieder in Ordnung zu bringen. Entführung der Prinzessin mit Lösegeldforderung? Usw., usw. Aber Maria stand um 19:30 Uhr unwiderstehlich schön und mit perfektem Kleid auf der Bühne. Vielen Dank der Reinigung und der Schneiderin.
In den Gunglhos-Garderoben geht es immer hoch her. Uns stehen neben den Garderoben der Garden, drei weitere kleine Räume zur Verfügung. Einer davon ist eine reine Klamottengarderobe. Hier geht es meist sehr hektisch zu. Manchmal ziehen sich auf 10 m², 20 Leute um. Ein heilloses Durcheinander. Ein weiterer Raum gehört dem Schlossballett und der andere Raum den „restlichen Aktiven“.
Für Essen(„restliche Aktive“) und Getränke(Schlossballett) ist meist reichlich gesorgt. Eigentlich immer zu viel. Nur am 2. Gunglhos war das kalte Buffett sehr spärlich bzw. es gab fast keines. Hungern war angesagt;-). Diese Not löste bei jedem Überlebensinstinkte aus und so gab es am Samstag wieder mehr als genug.
Nun gehen wir dem letzten Gunglhos-Wochenende entgegen und sind alle sehr gespannt, was für Überraschungen uns erwarten.

Maedels-frei2015 trifft Weihnachten auf Gunglhos

Eigentlich sind wir ja in der Weihnachtszeit. Schwangau ist aber im Fasching! Wenn man jetzt Gunglhoser trifft, vergisst jeder dir „Frohe Weihnachten“ zu wünschen, das Thema ist einfach der Fasching. Schon ein bisschen krass. Aber schon lange nicht mehr, war der Fasching so nah an Weihnachten und Neujahr wie in der Saison 2015/2016. Bei den Gunglhosern geht es nur noch um Probentermine, Kulissen, Kostüme usw. Alle sind sagenhaft am Start. Eigentlich könnten wir fast schon auftreten. Dennoch wird gebastelt, geschrieben, getanzt und der Zeitdruck ist merklich zu spüren. Zum ersten Mal haben wir nun einen Online-Kalender, hier kann jeder seine Probentermine im Schlossbrauhaus eintragen. Lange hat sich in dem Kalender nichts getan, aber jetzt kommen die Termine rein. Das passt, denn die Proben müssen koordiniert werden. Die Belegungszeiten auf der Bühne sind knapp und jeder will zumindest einmal auf der Bühne proben. Wie geht es sich aus mit den Kulissen, mit dem Platz und wie können wir uns bewegen. Das Programmheft ging heute an die Redaktion, wir bekommen es frühestens am 13.1.2016, da die Druckerei in Weihnachtsurlaub geht. Eine Zitterpartie. Anderseits sind die Gunglhosabende sagenhaft verkauft, wie noch nie vor Weihnachten. Das zeigt uns, dass die Erwartungshaltung des Publikums groß ist und verstärkt natürlich auch den Druck.  Krach & Schwefel ist in einem Taumel der Vorfreude, die Prinzengarde wird sich noch vor dem 1. Gunglhos mit anderen Garden beim Gardetreffen in Pforzen messen, die Maulaufreißer haben ihre angedachte opulente Kulisse auf „normal und machbar“ reduziert, das Schlossballett kämpft mit ihren Röcken, die Kaiser Wilhelm hat einen neuen Kapellmeister, die Werkstatt der Malerinnen ist vollgestellt mit Kulissen, die auf Farbe warten, und die Gunglhos-Weiber sind immer noch nicht fertig mit ihrem Text.  Aber jetzt kommt erst mal das Weihnachtsfest. Für ein paar Tage liegt der Fasching lahm und alle geben sich nun doch der Weihnachtsstimmung hin. Alle Hochachtung unseren „Gunglhos-Müttern“ die trotz allem Probenstress, Kulissen und Kostümen auch ihr vorweihnachtliches Familienleben auf die Reihe kriegen. Ich weiß nicht, wie die Mädels das alles schaffen, aber sie kriegen es hin und backen auch noch Plätzchen. Ich kam in den Genuss und es war köstliches Naschwerk.

Alle Gunglhoser und der Faschingverein Schwangau wünschen Euch allen ein gesegnetes, vor allem fröhliches Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr.

Eure Elfe

Silvia

_DSC1218Der alljährliche Fototermin

Es geht auf Weihnachten zu und es ist die besinnliche Zeit. Von wegen! Schon Anfang Dezember war der Fototermin für uns Maskerer. Mittlerweile ist das alles eine sehr zackige Angelegenheit, wir sind alle ein eingespieltes Team. Treffpunkt war in der kleinen Turnhalle in der Schwangauer Schule. Alle wissen mittlerweile um was es geht und was ich so haben will. Es müssen Fotos gemacht werden für das Programmheft, das an den Gunglhos-Abenden für eine Spende aufliegt, für die Presse und für das Fotobuch nach dem Fasching.
Die Garden kommen in voller Montur, die Flummis sind maskiert und mehr als fotogen. Die Gunglhoser kennen das Prozedere und es ist eine tolle Sache. Jeder gibt alles vor der Kamera und alle fügen sich meinen Anweisungen. Ich habe die Fotos ja schon im Kopf und habe genaue Vorstellungen wie alles auszusehen hat. Die Teams sind präpariert mit leichter Maskerade, die aussagekräftig ist und dennoch nicht zu viel verrät. Ich bin ganz schön stolz auf alle Maskerer die im Gunglhos dabei sind.  Der Fototermin ist immer auch ganz viel Spaß und Gelächter. Wir kennen uns alle und sind ein sagenhaftes Team. Es gibt keine Scheu und auch keine Befindlichkeiten mehr bei den Fotos. Unglaublich viele Utensilien fliegen durch die Gegend und so manche Gunglhoser sind echt im Umziehstress. Es gibt halt einige die in den verschiedensten Aufführungen dabei sind. Die wissen oft gar nicht, was sie jetzt gerade anziehen müssen. Aber es hat alles gut geklappt. Wir haben natürlich auch einen Fotografen, der mittlerweile große Erfahrung und ein sensationelles Equipment hat. Da kann fast nichts schief gehen. Nur beim Prinzenpaar, das immer einen extra Fototermin hat, war ein bisschen der Hund drin. Den mussten wir zweimal machen. Die Fotos waren beim ersten Durchgang nicht so der Burner.  Ich habe zwar versucht das per Photoshop auf die Reihe zu kriegen, es ist mir aber nicht wirklich gelungen. Unser Fotograf hatte nach meiner Negativ-Nachricht(diese Bilder kann ich für den Druck nicht brauchen) um ca. 1:30 Uhr, eine schlaflose Nacht. Er hat seine Spiegelreflex auf Werkseinstellung zurück gesetzt, neue Software aufgespielt, und mit dem Prinzenpaar sofort einen neuen Termin vereinbart. Wir haben ein super unkompliziertes Prinzenpaar, das auf Kommando dann am Sonntag Mittag in voller Montur und Schönheit zu Stelle war. So haben wir den Sonntag, bei strahlendem Sonnenschein in einer Dachkammer verbracht.  Aber jetzt passt alles. Die Fotos sind gut, das Programmheft ist in der Endphase und alle sind zufrieden. Jetzt gehe auch ich in die Endphase. Termin mit Agentur, genaue Anweisungen, Korrektur und Termin setzen für das Programmheft. Wird schon alles werden.

Ich wünsche Euch allen eine besinnliche Adventszeit und ein vor allem fröhliches Weihnachtsfest.

Eure für enormen Fotowirbel verantwortliche Elfe Silvia